Yoga - Pranayama

Pranayama, die Kontrolle des Atems, ist die vierte Stufe des Raja-Yoga. Durch bewusstes und konzentriertes Atmen sollen Körper und Geist in Einklang gebracht werden.

Durch das Üben verschiedener Pranayama Techniken sollen die sonst unbewussten Atemmuster verbessert werden. In den Pranayama Übungen werden neben Brust- und Zwerchfellmuskulatur auch Bauch- und Beckenbodenmuskeln für die Atmung eingesetzt.

Bei der regelmäßigen Praxis von Pranayama wird so der natürliche Atemvolumen vergrößert und die Atmung wird ruhiger. Durch die langsamere, feinere Atmung wird der Gasaustausch der Lunge verbessert. Da der Atem sehr eng mit Geist und Psyche verbunden ist, führt ein ruhiger, kontrollierter Atem auch zu einem ruhigen, fokussiertem Geist.

Neben gezielten Pranayama Techniken ist es wichtig, auch im Alltag und besonders beim Üben von Asanas auf eine ruhige Atmung zu achten.

Bei einer immer ruhigeren, meditativen Atmung kann es zum natürlichen Atemanhalten (Kevala Kumbhaka) kommen. Die Atmung setzt dabei spontan für einige Zeit aus, bis der natürliche Atemreflex wieder einsetzt. Das Atemanhalten soll dabei ganz leicht erfolgen, ohne forciert zu werden.

Das forcierte Atemanhalten darf nur nach sehr fortgeschrittener Praxis geübt werden, da das Überwinden des Atemreflexes sehr gefährlich sein kann und deshalb nur unter Anleitung eines erfahrenen Yogalehrers geübt werden darf.

Shambhu Yoga